Vogelschutzprojekt

Hilfsprogramm für Singvögel

Bereits im letzten Jahr lud der OGV Riedenberg seine Mitglieder ein, die heimische Vogelwelt rund um Riedenberg am frühen Morgen zu erleben. Die erkannten Vogelarten wurden unter Führung von Herrn Reinhard Mache aufgelistet und dokumentiert. 

Das Tal des Auener Bachs am Südrand von Riedenberg ist eine Naturoase. Der angrenzende Kurrenwald, der natürliche Bachlauf und der Waldrand mit den angrenzenden Wiesen bilden ein ungestörtes Biotop. Alte Streuobstwiesen in der Nähe ergänzen das wertvolle Stück Natur. Unter Federführung von Reinhard Mache vom Arbeitskreis für Vogelkunde und Vogelschutz e.V. wurde dieser Bereich kürzlich kartiert um die Standorte für die Nistkästen festgehalten.  


             

Einhundert Nistkästen bereit zum Aufhängen         Ein Nistkasten für Steinkäuze wird montiert

Hundert Nistkästen

Um eine nachhaltige Förderung der Höhlenbrüter zu ermöglichen, müssen flächendeckend Nisthilfen angeboten werden. Und zwar in Ausführungen, die den dort heimischen Vogelarten entsprechen. 

So konnten im Frühjahr diesen Jahres hundert Nistkästen für folgende Vogelarten beschafft werden:

Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Wendehals, verschiedene Meisenarten, Kleiber und Steinkauz . 

Am 22.März waren 6 Mitglieder vom OGV-Riedenberg und des Arbeitskreis Vogelschutz e.V. am Auener Bach aktiv. Hundert Nistkästen brachten sie an – fein säuberlich beschriftet.  Drei Teams wurden gebildet und die Arbeit eingeteilt. Die Fachleute vom Vogelschutz legten die Bäume fest, an denen die Nisthilfen angebracht werden, zwei Teams mit Leitern und Werkzeugen hängten die Kästen auf.   

Getrennte Schlafzimmer

Wußten Sie, daß Meisen immer zwei Kästen im Abstand von ca. 10 Metern benötigen? (Männlein und Weiblein schlafen getrennt!)

Wussten Sie, dass man die Öffnungstüren der Kästen verkeilen muss, damit bei Wind die Türe nicht klappert?

Wussten Sie, dass Kleiber alle Ritzen am Brutkasten mit Erde und Speichel so zukleben, dass diese nur mit Werkzeugen wieder zu öffnen sind?

Wussten Sie, dass man die Nisthilfen am Besten in ca. 3 Meter Höhe anbringt, damit sie mit einer einfachen Leiter zu erreichen sind, aber trotzdem hoch genug sind um sie vor Übeltätern zu schützen?

Wussten Sie, dass alle Kästen im Herbst jeden Jahres gereinigt und ausgefegt werden müssen?

Wussten Sie, dass man die Vogelart, die den Kasten bewohnt an der Nestgestaltung erkennt? 

OGV übernimmt Patenschaft

Mit so viel Fachwissen versorgt und befriedigt, daß alles vor Beginn der Brutsaison der Vögel geklappt hat, war man bis zum Mittagsvesper fertig.

Der OGV-Riedenberg übernimmt die Patenschaft für dieses „Hilfsprogramm für Höhlenbrüter in Riedenberg“ und die jährliche Kontrolle und Reinigung der Kästen.

Jetzt ist man gespannt, wie diese neuen Nisthilfen von den Vögeln angenommen werden.

Weitere im Brutgebiet beobachtete Vogelarten: Zaunkönig

Brutkästen zerstört!   Riedenberg, 03.07.2009

Unbekannte haben in der vergangenen Woche am Sonntag oder Montag an den Denkendorfer Wiesen in Riedenberg mehr als 30 Brutkästen aus ihren Halterungen geschlagen und zerstört.

Die Unbekannten schlugen nach Angaben der Polizei vermutlich mit Stöcken von unten gegen die leeren Brutkästen, die im Wald in drei Metern Höhe am Auener Bach entlang in den Bäumen hingen. Hierdurch fielen die Kästen aus ihren Hängebügeln und zerschellten auf dem Boden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1200 Euro.

Hinweise zu den Tätern nehmen die Beamten des Polizeireviers 4 Schockenriedstraße unter der Rufnummer 8990-3400 entgegen. 

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